26. Februar 2025
Bei Rindern mit Weidehaltung kann aufgrund der schlechten Magnesiumverwertung aus Weidegras die sogenannte Weidetetanie auftreten. Das führt zu einer Unterversorgung mit Magnesium im Organismus und kann im schlimmsten Fall den Tod des Tieres bedeuten.
Ein gesunder Muskelstoffwechsel funktioniert durch zyklisches An- und Entspannen der Muskulatur. Magnesium bestimmt dabei den Entspannungsvorgang. Ein Magnesiummangel führt daher zu einer Verkrampfung der Muskulatur. Im Akutfall ist eine sofortige Injektion oder Infusion mit Magnesium erforderlich.
Magnesium hat vielfältige Aufgaben
Magnesium ist eine wichtige Gerüstsubstanz von Knorpel, Knochen und Zähnen. Zudem übernimmt es eine Schlüsselrolle bei der Funktion der Nerven und Muskulatur. Magnesium und Calcium nehmen bei der Steuerung der Muskelfunktion gegensätzliche Aufgaben wahr. Während Calcium für den Vorgang des Anspannens zuständig ist und bei erhöhter Konzentration Verspannungen und Krämpfe auslösen kann, senkt Magnesium die Erregbarkeit der Nervenzellen und verringert den Calciumeinstrom in die Zellen. Dies führt zur Entspanuung der Muskulatur. Bei einer marginalen Magnesiumversorgung steigt die Durchlässigkeit der Membranen für Natrium, Kalium und Calcium und damit die Erregbarkeit der Nervenzellen.
Trockensteher haben erhöhten Magnesiumbedarf
Der Calciumstoffwechsel wird hormonell gesteuert. Zu Beginn der Laktation sinkt die Calcium-Konzentration im Blut mit erhöhtem Milchentzug. Die Nebenschilddrüse steuert unter Magnesiumverbrauch gegen indem sie Parathormon freisetzt und so die Calciumfreisetzung aus den "Knochenreserven" aktiviert. Der Körper meldet Bedarf an und erhöht die Calciumaufnahme aus dem Futter. Der Calciumspiegel im Blut steigt wieder in den Normalbereich. Steht der Kuh nicht ausreichend Magnesium zur Verfügung, erhöht sich das Risiko für Milchfieber.
Auswirkungen von Magnesiummangel
Die Natur hat für Rinder keine große Mengen Magnesiumreserven vorgesehen, daher ist die tägliche Zufuhr mit dem Futter unabdingbar. Kälber können in der ersten Lebenswoche viel Magnesium aufnehmen. Mit zunehmendem Alter sinkt die Absorptionsfähigkeit auf 10-15% herab. Magnesium-Mangelsymptome treten in Form von Unruhe, Stressanfälligkeit oder Muskelkrämpfen auf.
Bei anhaltender Magnesium-Unterversorgung setzt der Körper Magnesium aus den Knochen frei. Der Knochen verliert an Stabilität, das Risiko für Osteoporose steigt.
Präventive Maßnahmen
Insbesondere mit Beginn der Weidesaison ist auf eine ausreichende Magnesiumversorgung zu achten. Vor allem Milchkühe sollten ein bedarfsdeckendes Mineralfutter mit erhöhtem Magnesiumgehalt erhalten, denn das junge Weidegras sowie Maissilage enthalten geringe Mengen bzw. für den Organismus schlecht verfügbares Magnesium.
Die wesentliche Magnesium-Aufnahme erfolgt im Pansen. Enthält die Futterration hohe Mengen Kalium, sinkt die Magnesiumaufnahme. Eine gute Magnesiumverfügbarkeit ist das A & O für Kühe in der Transitphase. Für Trockensteher sollte das Kalium-Magnesiumverhältnis einen Wert von 4,5:1 nicht übersteigen.
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